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KERLITE Easy - keramische Böden sanieren, ohne abzubrechen

30. Sept.
4 Min. Lesezeit
Geringe Aufbauhöhe, wenig zusätzliches Gewicht und keine Verklebung mit dem Bestand: Mit KERLITE Easy ® bietet Cotto d’Este ein patentiertes Trockenverlegesystem für großformatiges Feinsteinzeug, das speziell bei Sanierungen neue Möglichkeiten eröffnet.


Wenn der Bestand erhalten bleiben soll

Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist der Bodenaufbau häufig eine planerische Herausforderung. Der vorhandene Belag muss entfernt, der Untergrund vorbereitet und anschließend ein neuer Boden aufgebaut werden. Das kostet Zeit, erzeugt Schmutz und Bauschutt und kann insbesondere bei begrenzten Aufbauhöhen zum Problem werden.

Cotto d’Este verfolgt mit KERLITE Easy einen anderen Ansatz: Der vorhandene Boden bleibt bestehen und bildet die Grundlage für einen neuen keramischen Belag.
Das System wird trocken und ohne klassische Verklebung verlegt.

Die Grundlage: ultradünnes, verstärktes Feinsteinzeug

Möglich wird dieser Aufbau durch KERLITE, das laminierte Feinsteinzeug von Cotto d’Este. Die großformatigen Platten sind rückseitig mit Glasfaser verstärkt und verbinden geringe Materialstärke mit hoher mechanischer Widerstandsfähigkeit.

Für KERLITE Easy kommen Platten der Versionen 5plus und 6plus zum Einsatz. Die Glasfaserverstärkung spielt dabei eine wesentliche Rolle für die Stabilität des Systems.
KERLITE ist damit nicht nur die sichtbare Oberfläche, sondern ein konstruktiver Bestandteil des gesamten Bodenaufbaus.

Drei Komponenten statt klassischem Bodenaufbau

Das Prinzip von KERLITE Easy ist vergleichsweise einfach:
  1. SILENT – Auf dem vorhandenen Boden wird eine schallabsorbierende Unterlage ausgelegt.
  2. KERLITE – Die großformatigen Kerlite-Platten werden trocken auf die Rolle Silent verlegt.
  3. FILLER – Abschließend werden die Fugen mit dem dafür entwickelten Fugenmaterial geschlossen.


Kleber und klassische Abbrucharbeiten entfallen. Nach Herstellerangaben entsteht so mit nur rund 7 mm Aufbauhöhe ein neuer Feinsteinzeugboden für geeignete Wohnbereiche und leicht gewerblich genutzte Innenräume.

Praxiserprobt – im Autohaus!

Wie leistungsfähig ein derart dünner Aufbau sein kann, zeigt eine Anwendung in Italien: KERLITE Easy wurde bei Tartarini Auto Industries in Castel Maggiore bei Bologna eingesetzt.

Dort wurden großformatige KERLITE-Platten im Format 100 × 300 cm im Trockenverfahren verlegt. Besonders interessant für Planer: In Bereichen des Autohauses wird der Boden nicht nur durch Personen, sondern auch durch Fahrzeuge beansprucht.

Die Referenz verdeutlicht, dass geringe Material- und Aufbauhöhe nicht automatisch geringe Belastbarkeit bedeuten. Die glasfaserverstärkten KERLITE-Platten und der darauf abgestimmte Systemaufbau ermöglichen eine keramische Bodenfläche, die auch erhöhten mechanischen Anforderungen gerecht werden kann.

Für konkrete Projekte müssen Untergrund, Nutzung und die technische Eignung des jeweiligen Aufbaus selbstverständlich projektspezifisch geprüft werden.

 

Nur rund 13 kg/m² zusätzliches Gewicht

Neben der Aufbauhöhe ist insbesondere im Bestand das zusätzliche Gewicht relevant.
Cotto d’Este gibt für das System rund 13 kg/m² an. Damit kann ein neuer keramischer Boden realisiert werden, ohne die bestehende Konstruktion mit dem Gewicht eines konventionellen neuen Bodenaufbaus zu belasten.

Gerade bei Bestandsgebäuden kann diese Kombination aus geringer Höhe und geringem Gewicht ein entscheidender Planungsfaktor sein.

Sanieren ohne den bestehenden Boden zu zerstören

Ein weiterer Vorteil der Trockenverlegung liegt in der Reversibilität. Der bestehende Boden muss nicht abgebrochen werden und bleibt unter dem neuen Aufbau erhalten.

Das ist nicht nur hinsichtlich Bauzeit und Schmutzentwicklung interessant. Auch erhaltenswerte Bestandsböden können dadurch unter geeigneten Voraussetzungen überdeckt werden, ohne sie durch eine direkte Verklebung zu verändern.

Für Sanierungen entsteht damit eine Alternative zum klassischen Prinzip „Abbrechen und neu aufbauen“.

Schneller und mit weniger Eingriffen

Der Verzicht auf Abbruch und Verklebung reduziert mehrere Arbeitsschritte. Es fallen weniger Bauschutt und weniger belastende Arbeiten im Gebäude an, und die neue Oberfläche kann vergleichsweise schnell hergestellt werden.

Das kann besonders dort relevant sein, wo Nutzungsunterbrechungen möglichst kurz gehalten werden sollen – beispielsweise bei Wohnungen, Büros, Verkaufsflächen oder anderen bestehenden Innenräumen.

Auch typische Folgeprobleme größerer Aufbauhöhen, etwa Anpassungen an Türen und Anschlusshöhen, können durch den lediglich rund 7 mm starken Aufbau reduziert werden.

 



Trittschall gleich mitgedacht

Trockenverlegung bringt bei Keramik noch einen weiteren interessanten Aspekt mit sich: die akustische Entkopplung.

Die SILENT-Unterlage übernimmt nicht nur eine Funktion innerhalb des Bodenaufbaus, sondern reduziert auch die Übertragung von Trittschall. Cotto d’Este beschreibt für das Gesamtsystem eine deutliche Verbesserung gegenüber einem konventionell verklebten keramischen Boden.
Für konkrete Projekte sind die jeweiligen bauakustischen Kennwerte und Anforderungen selbstverständlich anhand der technischen Dokumentation und des tatsächlichen Aufbaus zu prüfen.

Großformat trotz geringer Aufbauhöhe

Die technische Lösung bedeutet dabei keinen gestalterischen Verzicht. KERLITE steht in großformatigen Abmessungen zur Verfügung und ermöglicht dadurch ruhige Bodenflächen mit wenigen Fugen.

Damit verbindet das System zwei Aspekte, die bei Sanierungen nicht immer selbstverständlich zusammengehen: einen sehr reduzierten konstruktiven Eingriff und den gestalterischen Anspruch einer großformatigen keramischen Oberfläche.

Interessant für die Planung im Bestand

KERLITE Easy zeigt, wie sich die Vorteile ultradünner Keramik zu einem kompletten Sanierungssystem weiterentwickeln lassen.
Für Architekt:innen sind dabei vor allem fünf Eigenschaften interessant:
  • Verlegung auf geeigneten bestehenden Bodenflächen ohne Abbruch
  • Trockenverlegung ohne klassische Verklebung
  • nur rund 7 mm Aufbauhöhe
  • geringes Flächengewicht von rund 13 kg/m²
  • integrierte Trittschallreduzierung

Hinzu kommt ein Aspekt, der bei Sanierungen zunehmend relevant wird: Bestehende Materialien müssen nicht zwangsläufig entfernt und entsorgt werden, nur weil eine neue Oberfläche gewünscht ist.

Weiterbauen statt abbrechen

KERLITE Easy ist deshalb mehr als eine alternative Verlegemethode für Feinsteinzeug. Das System steht für einen interessanten Ansatz im Umgang mit Bestand: vorhandene Konstruktionen möglichst wenig verändern und mit einem leichten, dünnen Aufbau weiterarbeiten.

Gerade dort, wo Aufbauhöhe, Gewicht, Bauzeit oder der Erhalt des bestehenden Bodens die Planung bestimmen, kann die Trockenverlegung großformatiger Keramik eine interessante Alternative zum konventionellen Neuaufbau sein.

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